Stadt Nordhausen
Stadtentwässerungsbetrieb

Robert-Blum-Straße 1
99734 Nordhausen

Telefon: 03631 639-0

Telefax: 03631 639-104

Montag
08:30-12:00 Uhr und
13:00-15:00 Uhr

Dienstag
08:30-12:00 Uhr und
13:00-15:00 Uhr

Mittwoch
nach Vereinbarung

Donnerstag
08:30-12:00 Uhr und
13:00-18:00 Uhr

Freitag
08:30-12:00 Uhr

Rufbereitschaft

Sie sind hier:

Pressemitteilungen

Gemeinschaftsmaßnahme für neue Trink- und Schmutzwasserleitungen in Rüdigsdorf abgeschlossen (20.10.2020)

Symbolische Freigabe der Gemeinschaftsmaßnahme im OT Rüdigsdorf (Stadtverwaltung Nordhausen)

Heute wurde die Gemeinschaftsmaßnahme im Nordhäuser Ortsteil Rüdigsdorf freigegeben. Mehr als 1,6 Millionen Euro wurden in die Modernisierung der Schmutz-, Regen- und Trinkwasserleitungen durch den Stadtentwässerungsbetrieb (SEB), den Wasserverband (WVN), den GUV „Harzvorland“ und die Stadt Nordhausen investiert. Die seit Mitte August 2019 laufende Baumaßnahme konnte zum 15. Oktober planmäßig abgeschlossen werden. Die Bauausführung erfolgte durch die Firma Mütze & Rätzel Bauunternehmen GmbH aus Kaiserpfalz / Wohlmirstedt. Geplant wurde die Gemeinschaftsmaßnahme durch das Ingenieurbüro Meinecke GmbH aus Nordhausen.

Wesentliche Bauleistungen der Baumaßnahme im Überblick:

Kanalbau:

  • Schmutzwasser-Pumpwerk und 2.350 m Druckleitung nach Krimderode
  • 750 m Schmutzwasserkanal DN 200 PP incl. 180 m Hausanschlussleitungen, Schmutzwasser Winkelberg, St.-Jacobi-Weg, Wolfsgasse
  • 50 m Regenwasserkanal DN 300 - 500 StB und 50 m Regenwasserkanal DN 300 PP inkl.
  • 00 m Hausanschlussleitungen Regenwasser Winkelberg, St.-Jacobi-Weg, Wolfsgasse Einschl. Oberflächenwiederherstellung
Trinkwasserleitungsverlegung:
  • 900 m Trinkwasserhauptleitung incl. Umbindung bzw. Erneuerung von rund 25 Hausanschlussleitungen Winkelberg, St.-Jacobi-Weg, Wolfsgasse
  • einschließlich Oberflächenwiederherstellung
Straßenbau:
  • 30m² Straßenausbau (Restflächenausbau) incl. Erneuerung der Oberflächenentwässerung auf einer Länge von ca. 450 m (also alle Straßen)
  • Gehwegneubau Am Winkelberg
  • Mündungsbereich Wolfsgasse/St.-Jacobi-Weg und oberer Teil Am Winkelberg Herstellung einer Natursteinrinne mit Straßenablauf und Geröllfang zur Fassung des Außengebietswassers
Wasserbau:
  • Erneuerung der Grabenverrohrung auf 125 m
Verteilung der Kosten:
  • Auftragssumme Stadtentwässerungsbetrieb: 1.011.793,83 €
  • Auftragssumme Wasserverband Nordhausen: 278.009,51 €
  • Auftragssumme Stadt Nordhausen: 306.725,07 €
  • Auftragssumme GUV „Harzvorland“: 29.858,15 €

Stadtentwässerungsbetrieb Nordhausen startet mit Bau der Kläranlage im Ortsteil Holbach der Gemeinde Hohenstein (11.08.2020)

Startschuss für den Bau der Kläranlage im Ortsteil Holbach
Im Beisein des Oberbürgermeisters der Stadt Nordhausen, Kai Buchmann, des Bürgermeisters der Gemeinde Hohenstein, Andreas Gerbothe und des Ortsteilbürgermisters Holbachs, Henryk Zimmermann, wurde heute der Startschuss für den Bau der zentralen Kläranlage mehrerer Ortsteile der Gemeinde Hohenstein in Holbach durch den Stadtentwässerungsbetrieb (SEB) der Stadt Nordhausen, gegeben. Zu den Ortsteilen zählen Holbach, Schiedungen, Klettenberg, Liebenrode und Obersachswerfen. Basis des Baus durch den SEB ist eine Zweckvereinbarung zwischen der Stadt Nordhausen und der Gemeinde Hohenstein für die Abwasserentsorgung. Der Freistaat Thüringen trägt rund die Hälfte der Baukosten von insgesamt ca. 2,9 Mio. Euro. Die Gesamtbauzeit ist von August 2020 bis Juli 2021 geplant.
 
„Im Rahmen des nun beginnenden Bauvorhabens erfolgen zunächst der Neubau einer Schmutz- sowie abschnittsweise auch einer Regenwasserkanalisation in Teilen der Holbacher Dorfstraße (B 243) und der Straße Hinterdorf“, fasst SEB-Werkleiter Toralf Kanowski den Verlauf des Vorhabens zusammen und ergänzt: „Ab Anfang 2021 wird am Tiefpunkt der zukünftigen Schmutzwasserkanalisation dann die Kläranlage errichtet.“

Neben dem Bau der Kläranlage umfasst das beauftragte Bauvorhaben die Verlegung von Schmutz- und Regenwasserkanalanlagen entlang von Teilen der B 243 in der Ortsdurchfahrt sowie der Straße „Hinterdorf“ bis zum Ortsausgang in Richtung Klettenberg. Holbach - wie auch die anderen Ortsteile Hohensteins, die an die Kläranlage angeschlossen werden - ist derzeit in Teilen über alte Regenwasserkanalanlagen erschlossen. Die Kanäle dienten und dienen, neben der Ableitung der Oberflächenabflüsse, der Aufnahme der Überläufe aus Grundstückskläranlagen, zumeist älterer Bauart. Die Einleitungen von ungenügend gereinigten Abwässern über die verschiedenen Vorfluter in die Helme stellen eine deutliche Beeinträchtigung der Gewässerqualität dar. Insbesondere in abflussarmen Zeiten treten zudem Geruchsbelästigungen sowie auch optische Gewässerbelastungen auf. „Nach Realisierung der Kläranlage sowie der Entwässerungsanlagen wird sich der Zustand der Gewässer, so auch das der Helme, deutlich verbessern und wieder eine natürlichere Gewässergüte erreichen“, führt der Werkleiter aus.
 
Auf Grund der örtlichen Situation ist zur Umsetzung der Kanalbauarbeiten jeweils eine Vollsperrung der Verkehrsflächen erforderlich. Weil die Ortsdurchfahrt der B 243 momentan noch nicht gesperrt werden konnte, da hier eine Umleitung der Baumaßnahme „Schwarze Brücke“ in Richtung Pützlingen entlangführt, startet der Kanalbau zunächst in einer Nebenstraße. Voraussichtlich ab 21. September 2020 bis zum Jahresende ist die B 243 in Holbach dann voll gesperrt. Zur Errichtung der Kläranlage im Jahr 2021 ist eine halbseitige Sperrung der Bundesstraße ausreichend. „Gemäß Landesprogramm Gewässerschutz muss die Kläranlage bis spätestens Ende 2021 in Betrieb gehen und Teile der Hohensteiner Orte Holbach und Klettenberg müssen über geeignete Kanalanlagen an die neue Kläranlage angeschlossen sein. Aus diesem Grund konnte die Investition nicht verschoben werden, bis zum Beispiel in einigen Jahren die Ortsumfahrung der B 243 fertig wird“, fügt Toralf Kanowski abschließend an.
 
Eckdaten des Bauvorhabens:

- Gesamtbauzeit: August 2020 bis Juli 2021
- Bauherr: Stadt Nordhausen Stadtentwässerungsbetrieb
- Planung: Ingenieurbüro Meinecke GmbH Nordhausen
- Baubetrieb: Mütze & Rätzel Bauunternehmen GmbH Kaiserpfalz/Wohlmirstedt
- Bauleistungen: Kanalbau

  o 850 m Schmutzwasserkanal DN 200; Verlegetiefe bis 6,0 m; teilw. im unterirdischen Rohrvortrieb
  o 360 m Regenwasserkanal DN 500 – 800
  o 400 m Hausanschlussleitungen DN 150
  o 5.000 m³ Erdaushub
  o 2.000 m² Oberflächenwiederherstellung

Bauleistungen: vollbiologische Kläranlage bestehend aus:

  o Pumpstation DN 1500; 6,6 m tief
  o 2 Vorklärbecken DN 4000; 6,0 m tief
  o Schlammlager DN 5600; 5,0 m tief
  o Kompaktkläranlage für 800 EW (Scheibentauchtropfkörper und Lamellenseparatoren)
  o Fällmittelstation, maschinentechnische Ausstattung, elektrotechnische Ausrüstung

Änderung der Abwassergebühren in Nordhausen und Hohenstein (03.01.2020)

Der Stadtentwässerungsbetrieb Nordhausen nimmt ab 1. Januar 2020 eine moderate Anpassung der Abwassergebühren für Nordhausen und Hohenstein vor. „Gebühren müssen kostendeckend sein“, so Toralf Kanowski, Werkleiter des Stadtentwässerungsbetriebes. „Der Änderung der Gebühren liegt eine Gebührenkalkulation für die nächsten vier Jahre zugrunde, die rechtsaufsichtlich geprüft wurde. Aufgrund von steigenden Kosten kann auch nach der Prüfung von Einsparungspotentialen nicht auf eine Erhöhung einiger Gebühren verzichtet werden. Nach den landesgesetzlichen Bestimmungen ist der Stadtentwässerungsbetrieb zur Kalkulation von kostendeckenden Gebühren verpflichtet“, erklärt Kanowski. „Der Stadtentwässerungsbetrieb ist besonders stolz darauf, dass die Schmutzwassergebühr, welche fast 90 Prozent unserer Kunden zahlen und welche damit die eigentliche Haupteinnahmequelle des Stadtentwässerungsbetriebes ist, auch in den nächsten vier Jahren nicht erhöht werden muss“, so Kanowski weiter. Der Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 23. Oktober 2019 zugestimmt.
 
Was bedeuten die Gebührenanpassungen für die einzelnen Gebührenarten?
 
Schmutzwassergebühr
Die Mehrzahl der Abwassereinleiter wird sich freuen, denn die Schmutzwassergebühr sinkt von 1,97 €/m³ auf 1,88 €/m³. Jedoch wird die zum Ausgleich von Kostenüberdeckungen seit dem Jahr 2016 nur hälftig erhobene Grundgebühr ab nächstem Jahr wieder in vollem Umfang (36,00 €/Jahr) berechnet.
 
 
Niederschlagswassergebühr
Erhöhen wird sich die Niederschlagswassergebühr, die von 0,21 €/m² pro Jahr auf 0,27 €/m² pro Jahr ansteigt, damit aber immer noch unter dem Niveau der Jahre 2004 bis 2007 liegt.
 
Einleitungsgebühr aus Hauskläranlagen
Bei den Abwassereinleitern aus Hauskläranlagen wird der notwendige Anstieg der Einleitungsgebühren von 0,75 €/m³ auf 1,42 €/m³ etwas gemildert, indem die Beseitigungsgebühr für die Abfuhr von Fäkalschlamm aus Kleinkläranlagen von 38,46 €/m³ deutlich auf 33,52 €/m³ gesenkt wird. Der Gebührensatz für die Abwassereinleitung aus vollbiologischen Grundstückskläranlagen steigt von 0,43 €/m³ auf 0,69 €/m³.
 
abflusslose Sammelgruben
Auf eine Gebührenänderung müssen sich auch die Kunden mit abflusslosen Sammelgruben einstellen. Aufgrund der gestiegenen Kosten für die mobile Entsorgung deckt der derzeitige Gebührensatz nicht mehr die zukünftigen Kosten. Deshalb muss dieser von 25,31 €/m³ auf 26,75 €/m³ erhöht werden. Erfreulicherweise sind hiervon nur sehr wenige Grundstücke betroffen.
 
Änderungen für den Nordhäuser Ortsteil Buchholz
Ab 01.01.2020 gelten dann auch für die Bürger/innen des Ortsteils Buchholz die Gebührensätze des Stadtentwässerungsbetriebes. Der durch den Abwasserzweckverband „Südharz“ nach Eingemeindung in die Stadt Nordhausen beschlossene Ausschluss des Ortsteils Buchholz wurde durch die Rechtsaufsichtsbehörde genehmigt und tritt mit Beginn des neuen Jahres in Kraft. Ab dann ist der Stadtentwässerungsbetrieb für die Abwasserentsorgung in Buchholz zuständig. Die entsprechenden Satzungen des Stadtentwässerungsbetriebes wurden angepasst und können hier eingesehen werden.

Bekanntmachung datenschutzrechtlicher Hinweise des Stadtentwässerungsbetriebes der Stadt Nordhausen (01.01.2020)

Seit dem 25. Mai 2018 ist zum Zwecke des Schutzes personenbezogener Daten die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung – EU-DS-GVO) vom 27.04.2016 (veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union L119/1 bis L119/88) anzuwenden.
Aufgrund der gesetzlichen Neuregelung ist der Stadtentwässerungsbetrieb insbesondere nach Artikel 13 und 14 DS-GVO verpflichtet, die betroffenen Personen (unsere Kunden) zu informieren.
Der Stadtentwässerungsbetrieb der Stadt Nordhausen ist gemäß den Vorschriften des Thüringer Kommunalabgabengesetzes (ThürKAG), der Abgabenordnung (AO), des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG), des Thüringer Wassergesetzes (ThürWG), des Abwasserabgabengesetzes (AbwAG), des Thüringer Abwasserabgabengesetzes (ThürAbwAG), der Thüringer Kommunalordnung (ThürKO), des Thüringer Gesetzes über kommunale Gemeinschaftsarbeit (ThürKGG), der Thüringer Indirekteinleiterverordnung (ThürIndEVO), der Abwasserverordnung (AbwVO), der Thüringer Abwassereigenkontrollverordnung (ThürAbwEKVO), sowie der Entwässerungssatzung (EWS), der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung (BGS-EWS) und der Abwasserabgabensatzung der Stadt Nordhausen berechtigt, personen- und grundstücksbezogene Daten zur Erfüllung der ihm nach § 2 Abs. 2 der Betriebssatzung des Stadtentwässerungsbetriebes der Stadt Nordhausen übertragenen Aufgaben zu verarbeiten. Die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung der personenbezogenen Daten ergibt sich aus Artikel 6 Abs. 1 Buchst. c) DS-GVO und § 16 Abs. 1 Thüringer Datenschutzgesetz (ThürDSG). Die Verarbeitung erfolgt zum Zweck der ordnungsgemäßen Abwasserentsorgung und des Betriebes der öffentlichen Entwässerungseinrichtung.
Der Stadtentwässerungsbetrieb der Stadt Nordhausen ist berechtigt und befugt, sich die zur Erfüllung seiner satzungsmäßigen Aufgaben erforderlichen personen- und grundstücksbezogenen Daten von Dritten, insbesondere Einwohnermeldeämtern, dem Grundbuchamt, dem Katasteramt, der Liegenschaftsverwaltung, den Wasserversorgern, der zuständigen Wasserbehörde sowie den Bauordnungsämtern, übermitteln zu lassen und diese unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften für diese Zwecke zu verwenden und weiterzuverarbeiten.
Im Rahmen der Datenverarbeitung übermittelt der Stadtentwässerungsbetrieb personen- und grundstücksbezogene Daten an Behörden (z. B.: zuständige Wasserbehörden) und an von ihm beauftragte Dritte (z. B.: Geschäftsbesorger, Ingenieurbüros, Abfuhrunternehmen), soweit dies zur Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben des Stadtentwässerungsbetriebes erforderlich ist. Die übermittelten Daten sind dabei auf das für diese Zwecke notwendige Maß zu beschränken. Die von ihm beauftragten Dritten sind berechtigt, soweit dies dem erteilten Auftrag entspricht, personen- und grundstücksbezogene Daten zu erfassen und weiterzuverarbeiten.
Die Datenerhebung und -verarbeitung ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Nichtbereitstellung, zur Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben benötigter personen- sowie grundstücksbezogener Daten durch die Betroffenen, kann zu Sanktionen führen, wie z. B. die Schätzung von Abrechnungsgrundlagen, die Festsetzung von Bußgeldern und auch die Einleitung von Zwangsmaßnahmen.
Werden personenbezogene Daten an Dritte übermittelt, richtet sich die Übermittlung nach Artikel 6 Abs. 2 der DS-GVO.
Gemäß Artikel 30 der DS-GVO führt der Stadtentwässerungsbetrieb ein Verzeichnis aller Verarbeitungstätigkeiten, die seiner Zuständigkeit unterliegen.
Die Dauer der Speicherung und Löschung der Daten richtet sich nach den jeweils vorgeschriebenen Aufbewahrungsfristen. Eine Prüfung, welche Daten gemäß Artikel 17 Abs. 1 und 2 DS-GVO zu löschen sind, erfolgt in regelmäßigen Abständen gemäß dem jeweiligen Verarbeitungsverzeichnis.
Die Betroffenen haben ein Recht auf Auskunft über die betreffenden personenbezogenen Daten, auf Berichtigung oder Löschung, ein Recht auf Datenübertragbarkeit sowie Rechte bei automatisierten Entscheidungen im Einzelfall nach den Artikeln 15 bis 20, 22 und 34 DS-GVO.
Beruht die Verarbeitung auf einer Einwilligung kann diese vom Betroffenen nach Artikel 7 Abs. 3 DS-GVO jederzeit widerrufen werden.
Der Betroffene kann sich gemäß Artikel 77 DS-GVO bei einer Aufsichtsbehörde beschweren, wenn er der Ansicht ist, dass die Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten rechtswidrig erfolgt.
Soweit die Stadt Nordhausen - Stadtentwässerungsbetrieb zur Erfüllung ihrer Aufgaben personenbezogene Daten erhebt, ist diese hierfür verantwortlich.
Die Kontaktdaten des Stadtentwässerungsbetriebes (Anschrift, Telefon, Fax, E-Mail) und des zuständigen Bearbeiters (Name, Telefonnummer) sind den jeweiligen Bescheiden oder Anschreiben zu entnehmen. Ferner sind die Kontaktdaten des Stadtentwässerungsbetriebes hier veröffentlicht.
Anfragen und Beschwerden können auch an die/den für den Stadtentwässerungsbetrieb bestellte(n) Datenschutzbeauftragte(n) gerichtet werden. Kontaktdaten: Stadtverwaltung Nordhausen, Markt 1, 99734 Nordhausen, Telefon: 03631 696 477, E-Mail: datenschutz@nordhausen.de.

 

Nordhausens Ortsteil Hörningen - Abschluss der Kanalbauarbeiten und offiziellen Straßeneröffnung (16.12.2019)

Nach dem Baustart im September 2018 wurde heute, nach 15 Monaten Bauzeit, die Teichstraße im Nordhäuser Ortsteil Hörningen wieder geöffnet. Bei der Baumaßnahme handelt es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme zwischen dem Stadtentwässerungsbetrieb (SEB), dem Wasserverband Nordhausen (WVN) und der Stadt Nordhausen. Durch den SEB wurde die gesamte Ortsentwässerung neu errichtet und Hörningen über eine Schmutzwasserdruckleitung zum Ortsteil Herreden an die Zentralkläranlage Nordhausen angeschlossen.

Die Straße wurde durch Oberbürgermeisters Kai Buchmann, den Ortsteilbürgermeisters Norbert Helmke, den an der Gemeinschaftsbaumaßnahme beteiligten Unternehmen SEB und WVN sowie Vertreterinnen und Vertretern der bauausführenden Firmen wieder freigegeben. „Gemeinschaftliche Baumaßnahmen sind wichtig, weil die Straßen nicht mehrfach hintereinander durch die jeweiligen Versorgungsunternehmen aufgerissen werden müssen,“ so Oberbürgermeister Kai Buchmann. „Für Hörningen hat sich diese Baumaßnahme in vielerlei Hinsicht gelohnt. Zum einen wird der Ortsteil über den Nachbarort Herreden an die Zentralkläranlage Nordhausen angeschlossen. Zum anderen wirkt solch eine Baumaßnahme auch wie eine kleine Dorfsanierung. So konnte die Fahrbahn erneuert und der Neubau eines Gehweges angelegt werden“, so Buchmann abschließend. Er dankte den beteiligten Firmen Umweltschutz- und Tiefbau GmbH aus Sangerhausen und dem Ingenieurbüro Meinecke GmbH aus Nordhausen für die gute Zusammenarbeit beim Kanal- und Straßenbau sowie der Trinkwasserleitungsverlegung.

Mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro konnte der Ortsteil Hörningen somit an die Kläranlage der Stadt Nordhausen angeschlossen werden. Für diesen Kanalbau wurden ein Schmutzwasser-Pumpwerk und 1.950 m Druckleitung nach Herreden, 900 m Schmutzwasserkanal sowie 500 m Regenwasserkanal in der  Teichstraße, Zum Sattelkopf und Zur Eiche angelegt und der Anschluss der vorhandenen Entwässerung in der Feldstraße und Zum Stöckerberg getätigt. In der Teichstraße wurden zusätzlich 170 m Trinkwasserleitung gelegt. Daneben erfolgte 700 m² grundhafter Straßenausbau auf einer Länge von ca. 200 m und noch einmal 200 m² grundhafter Gehwegausbau.

Foto: Pressesprecher Stadtverwaltung Nordhausen

Ankündigung der gemeinsamen Baumaßnahme von EVN, WVN, SEB und Stadt Nordhausen in der Baltzerstraße, der Wolfstraße, dem Hagen und Vor dem Hagentor (27.08.2018)

Im Zuge der Fernwärmeanbindung des Wilhelm von Humboldt-Gymnasiums werden in der Baltzerstraße, der Wolfstraße, Hagen und Vor dem Hagentor in einer Gemeinschaftsbaumaßnahme von Energieversorgung Nordhausen (EVN), Wasserverband Nordhausen (WVN), dem Stadtentwässerungsbetrieb Nordhausen (SEB) und der Stadt Nordhausen die Fernwärme, Trinkwasserleitung, Schmutz-und Regenwasserkanal, Straßen- und Nebenanlagen erneuert bzw. saniert. Die Baumaßnahme wird von Anfang September 2018 bis Juli 2019 andauern und in drei Bauabschnitte aufgeteilt. Im Rahmen der Baumaßnahme kann es zu wechselnden Verkehrsführungen kommen. Die bauausführende Firma wird die Anwohner rechtzeitig über den Beginn der einzelnen Bauabschnitte informieren.

„Wir haben darauf Wert gelegt, die vorhandene Infrastruktur mit den Leitungsträgern Wasser, Abwasser und Fernwärme gemeinsam zu sanieren“, zeigt sich Bauamtsleiter Jens Kohlhause vom gemeinsamen Projekt und der dadurch entstehenden Synergieeffekte überzeugt. „Die bauausführenden Firmen sind bemüht, die Behinderungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten sowie insbesondere die wechselnden Verkehrsführungen im Baugebiet sowie den Beginn der einzelnen Bauabschnitte mit den Anwohnern zu kommunizieren“, ergänzt Jens Kohlhause. Das Baufeld wird in drei Bauabschnitte eingeteilt:

1. Bauabschnitt (Wolfstraße)
Baubeginn der Trinkwasserleitung und Fernwärmeleitung hinter der Sparkasse und gleichzeitiger Baubeginn der Fernwärmeleitungen und Trinkwasserleitungen in der Wolfstraße. Erneuerung des Schmutzwasserkanales auf ca. 10 m Länge Höhe Wolfstraße 7 sowie Widerherstellung der benutzten Oberflächen im 1. Bauabschnitt.

2. Bauabschnitt (Baltzerstraße)
Erneuerung und Sanierung der Schmutzwasser- und Regenwasseranschlüsse in der Baltzerstraße. Anschließend erfolgt die Verlegung der Fernwärmeleitungen und Trinkwasserleitungen. Des Weiteren werden die Gehwege inklusive der Borde erneuert.

3. Bauabschnitt (Hagen/Vor dem Hagentor)
Hier erfolgt ebenfalls die Erneuerung und Sanierung der Schmutzwasser- und Regenwasseranschlüsse in der Straße Hagen sowie die Verlegung der Trinkwasserleitung bis Vor dem Hagentor. Ferner werden die Fernwärmeleitungen in den Straßen Hagen und Vor dem Hagentor bis zum Neubau des Gymnasiums verlegt.

Mit der Baumaßnahme wird die EVN zukünftig weitere Straßenzüge mit der umweltfreundlicheren Fernwärme aus dem eigenen Blockheizkraftwerk in der Barbarossastraße versorgen. Damit setzt die EVN konsequent die Ziele der energetischen Stadtsanierung aus dem integrierten Klimaschutzkonzept 2050 der Stadt Nordhausen um.

Abwasserbeseitigungskonzept der Stadt Nordhausen und der Gemeinde Hohenstein - Fortschreibung 2013 (11.12.2017)

Der Stadtrat hat mit Beschluss Nr. BV/1139/2014 am 16.04.2014 das „Abwasserbeseitigungskonzept für die Stadt Nordhausen und die Gemeinde Hohenstein – Fortschreibung 2013“ beschlossen. Das Abwasserbeseitigungskonzept gilt für die Jahre ab 2014 bis zur nächsten Überarbeitung nach 5 Jahren und liegt während der Öffnungszeiten im Stadtentwässerungsbetrieb, 99734 Nordhausen, Robert-Blum-Straße 1, Zimmer 112 öffentlich aus. Um telefonische Voranmeldung zur Einsichtnahme wird gebeten (03631 639-310).

Mit Investitionszuschüssen aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) 2014 – 2020 (23.10.2017)

Mit Investitionszuschüssen aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) 2014 – 2020 arbeiten wir an der Umsetzung des im Folgenden beschriebenen Projektes

 

Grundsätzliches Ziel:        Energieautarke Kläranlage Nordhausen

Teilprojekt:                         Erneuerung der Gebläsestation

 

Grundsätzliches: Die Kläranlage Nordhausen mit einer Ausbaugröße von 100.000 EW (Einwohnerwert = Anzahl der angeschlossenen Einwohner + Abwasser aus Gewerbe- und Industrieeinleitungen) dient der normgerechten Behandlung der Schmutzwässer der Stadt Nordhausen mit ihren Ortsteilen sowie des Abwasserzweckverbandes „Südharz“.

Die Kläranlage wurde in den Jahren 1993 bis 1999 errichtet und verfügt u. a. über eine Schlammfaulungsanlage zur Stabilisierung der Schlamminhaltsstoffe des im Prozess der Abwasserbehandlung anfallenden Schlammes. Hinter der Schlammfaulung steht zunächst die Absicht, eine Geruchsfreiheit und Hygienisierung der Schlämme herzustellen. Erfreulicher Nebeneffekt ist das im Faulprozess entstehende Faulgas, was in Blockheizkraftwerken (BHKW) verbrannt und so in nutzbare elektrische Energie sowie Wärmeenergie umgewandelt wird.

Nach aktuell abgeschlossener Erneuerung der vorhandenen BHKW-Anlage kann der Wärmeenergiebedarf der Kläranlage Nordhausen nahezu vollständig und der Elektroenergiebedarf (rund 2 Mio. kWh/a) zu rund 60 % selbst erzeugt werden. Im Hinblick auf den in Europa und insbesondere Deutschland beschrittenen Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbaren Energien können und wollen wir uns hiermit aber noch nicht zufriedengeben. Unser Ziel ist es, den mittleren jährlichen Energiebedarf ausschließlich mit der im Abwasser enthaltenen Energie durch Verstromung des gewonnenen Faulgases (aus Klärschlamm) abdecken zu können und so eine abwasserbürtig energieautarke Abwasserbehandlung zu erreichen.

Dies lässt sich nicht allein mit der Erhöhung der Effizienz der Blockheizkraftwerke oder einer Steigerung der Gaserzeugung erreichen. Es sind deutliche Verbrauchsoptimierungen im Einklang mit verfahrenstechnischen Verbesserungen notwendig. Keinesfalls dürfen die Einsparbemühungen jedoch dazu führen, dass dies zu Lasten der Reinigungsleistung und damit der Ablaufwerte der Kläranlage geht.

Grundlage unseres Handelns bildet eine ingenieurtechnische Untersuchung zur Erhöhung der Energieeffizienz der Kläranlage Nordhausen. Im Rahmen der begonnenen Umsetzung haben wir weiteren und detaillierteren Untersuchungsbedarf festgestellt.

Bislang untersuchte Lösungsansätze zur Verminderung des Energie- bzw. Stromverbrauches beziehen sich auf folgende Punkte:

Einsatz effizienter Aggregate, z. B. neue Gebläse, Belüfterelemente, Zentrifugen und Pumpen, die weniger Energie pro Einheit verbrauchen bzw. benötigen als die vorhandenen Aggregate und Einbauten, betriebliche/verfahrenstechnische Maßnahmen, z. B. optimale Sauerstoff- oder TS-Gehalte und Rücklaufverhältnisse, Verringerung von Druckverlusten, Erweiterung/Optimierung der Automatisierungs-/Regelungstechnik.

Mit dem vorliegenden Teilprojekt „Erneuerung der Gebläsestation“ soll eine Optimierung des Lufteintrages in die Belebungsanlage durch Einsatz neuer energieeffizienterer Gebläse sowie einer geänderten Steuerung erfolgen.

Derzeit sind auf der Kläranlage Nordhausen für die Luftversorgung der biologischen Reinigungsstufe 3 identische Gebläse mit folgenden technischen Spezifikationen im Einsatz:

  • Art/Typ: Drehkolbengebläse
  • Nennleistung Pn: 132 kW
  • Luftfördermenge Ql: max. 4.700 m³/h
  • Regelbereich Qmin/Qmax: ca. 2.000 – 4.700 m³/h (30 - 50Hz)
  • Baujahr: 2002.

Die Gebläse sind 2 separaten Luftlinien zugeordnet, die jeweils 4 Belebungsbecken in unterschiedlichen Verfahrensstufen belüften. Dabei wird ein Gebläse als Reservegebläse genutzt, was je nach Bedarf auf die eine oder andere Luftlinie geschaltet werden kann. Die Gebläse werden über einen Frequenzumrichter in einem Bereich von ca. 40 – 100 % der (entspricht 30 – 50 Hz) Luftfördermenge geregelt. Aus dem Regelbereich ist ersichtlich, dass eine Luftmenge < 2.000 m³/h mit den vorhandenen Aggregaten nicht erreichbar ist, so dass z. B. bei geringen Nachtzuflüssen oder in Trockenwetterzeiten immer zu große Luftmengen eingetragen werden und somit ein nicht notwendiger Energieverbrauch erfolgt. Auf Grund dieser unnötigen Elektroenergieverbräuche sowie der erreichten Betriebsstunden, des Baujahrs, der benötigten elektrischen Leistung sollen diese 3 Gebläse ersetzt werden.

Geplant ist der Austausch der 3 vorhandenen Gebläse gegen 4 Gebläse mit unterschiedlichen Leistungsstufen. Hierbei sollen den jeweiligen Luftlinien je ein größeres und ein kleineres Gebläse zugeordnet werden, um einen größeren Regelbereich zu erhalten.

Durch den Einsatz unterschiedlich großer Gebläse ist es zukünftig möglich, den Regelbereich von derzeit 2.000 – 4.700 m³/h auf dann 400 – 4.900 m³/h zu vergrößern. Somit kann bei geringem Zufluss und reduziertem Sauerstoffbedarf die Luftmenge exakter angepasst und die Leistung im minimalem Betriebsfall auf bis zu ca. 14 kW (400 m³/h bei Pn = 45 kW) gegenüber 56 kW (2000 m³/h bei Pn = 132 kW) der Bestandsgebläse reduziert werden.

Für den Fall der Störung eines der großen Gebläse A werden 2 Gebläse B als Reserve verwendet. Möglich wird weiterhin eine allgemeine Steigerung der Energieeffizienz durch den Einsatz von Drehkolbengebläsen (höhere Gebläseleistung bei geringerem Energiebedarf) und durch den Einsatz von neuen Elektromotoren mit der Energieeffizienzklasse IE3.

Abhängig vom Betriebsfall und der tatsächlich geforderten Luftmenge beträgt die durchschnittliche Energieeinsparung der neuen Drehkolbenverdichter gegenüber den Bestandsgebläsen ca. 12 % und ca. 8 % gegenüber neuen Gebläsen konventioneller Bauart (Drehkolbengebläse).

Auf Grund der effizienteren Geräte und der hohen Luftleistungen sowie der technischen Anforderungen an den Schallschutz fallen bei der gewählten Lösung etwas höhere Investitionskosten an, jedoch ergibt sich eine Einsparung von Elektroenergie von ca. 190.000 kWh/Jahr.

Zur Umsetzung des Teilprojektes „Erneuerung der Gebläsestation“ war uns die Möglichkeit gegeben, Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ zu beantragen. Mit Bescheid vom 09.11.2016 haben wir vom Freistaat Thüringen die Zustimmung zum förderunschädlichen Vorhabensbeginn erhalten und können nun mit der Umsetzung der Maßnahme beginnen. Wir sind zuversichtlich, dass wir in Kürze auch noch den Fördermittelbescheid erhalten.

Aktualisierung:

Am 23.10.2017 hat Staatssekretär Dr. Klaus Sühl (TMIL) an Oberbürgermeister Kai Buchmann einen Fördermittelbescheid in Höhe von fast 282.000 Euro für die Erneuerung der Gebläsestation in der Kläranlage überreicht (Gesamtkosten: 480.000 Euro).

Erstmals können in der EFRE-Förderperiode 2014 bis 2020 energetische Sanierungs- und Optimierungsvorhaben an Kläranlagen gefördert werden. Die Kläranlage in Nordhausen ist eine von insgesamt neun Vorhaben in Thüringen, die in die EFRE-Förderung aufgenommen wurden.

Bauarbeiten am südlichen August-Bebel-Platz verzögern sich bis Ende Oktober (18.09.2017)

Bereits Anfang April haben die Sanierungsarbeiten in der Straße August-Bebel-Platz (Südseite) begonnen. Die Schmutz- und Regenwasserkanalisation wird umfassend saniert und im Anschluss die gesamte Straßendecke erneuert. Es handelt sich hierbei um eine Gemeinschaftsbaumaßnahme der Stadt Nordhausen und des Stadtentwässerungsbetriebes.

Eigentlich sollten die Bauarbeiten bereits in der ersten Septemberwoche beendet sein, jedoch verzögert sich das Bauende jetzt noch bis Ende Oktober. Warum es zu einer erneuten Verzögerung kommt, weiß Carl Froitzheim, verantwortlicher Baubegleiter vom Stadtentwässerungsbetrieb Nordhausen.

„Gründe für die Verzögerung des Bauendes sind u. a. der nicht ausreichend tragfähige Boden im Bereich der Rohrgrabensohle, d. h. die für eine normgerechte Kanalverlegung erforderliche Tragfähigkeit des Untergrundes war nicht gegeben. Es musste ein umfangreicher Bodenaustausch vorgenommen werden. Auch mussten massive Kriegsschäden aus dem 2. Weltkrieg beseitigt werden, was ebenfalls vorher nicht abzusehen war“, erklärt Froitzheim. Weitere Gründe sind, dass im gesamten Baufeld zahlreiche alte und neue Versorgungsleitungen, die aufgrund der Herstellung für Hauptkanal sowie Hausanschlussleitungen teilweise umverlegt oder zurückgebaut werden mussten. Hierbei sind zusätzliche Erdarbeiten und Stillstandzeiten entstanden. Auch wurden seinerzeit die vorhandenen Leitungen im Baubereich vielfach großzügig in Beton eingebettet und mussten von Hand aufgestemmt werden. Auch aufgrund des sehr hohen Niederschlages während der Bauarbeiten mussten für mehrere Tage die Arbeiten auf der Baustelle ruhen. 

„Wir hoffen sehr, dass die Bauarbeiten nun Ende Oktober abgeschlossen sind und die Straße wieder für den Straßenverkehr und die Anlieger freigegeben werden kann“, so Froitzheim.

Der Stadtentwässerungsbetrieb und die Stadt Nordhausen bitten alle Anlieger sowie Bürgerinnen und Bürger um Geduld und Verständnis.

Bauarbeiten am südlichen August-Bebel-Platz - Bauende verzögert sich (11.08.2017)

Bereits am 25. April haben die Sanierungsarbeiten in der Straße August-Bebel-Platz (Südseite) begonnen. Derzeit wird die Schmutz- und Regenwasserkanalisation umfassend saniert und im Anschluss soll die gesamte Straßendecke erneuert werden. Es handelt sich hierbei um eine Gemeinschaftsbaumaßnahme der Stadt Nordhausen und des Stadtentwässerungsbetriebes. …

„Im Vorfeld der Bauarbeiten erfolgte eine TV-Kanaluntersuchung der vorhandenen Kanalisation. Der betrachtete Abschnitt reicht vom Taschenberg bis zur Einmündung der Eichendorffstraße und umfasst rd. 260 m Schmutzwasserkanal sowie rd. 260 m Regenwasserkanal. Hinzu kommen jeweils die Anschlussleitungen zur Grundstücks- und Straßenentwässerung mit einer Gesamtlänge von rd. 300 m“, informiert Carl Froitzheim, verantwortlicher Baubegleiter vom Stadtentwässerungsbetrieb Nordhausen.

In Abhängigkeit vom jeweiligen Zustand der Anlagen wurde der Handlungsbedarf festgelegt. Dabei kommen sowohl Sanierungsverfahren in geschlossener Bauweise zur Anwendung, wie auch eine Erneuerung schadhafter Leitungsabschnitte in offener Bauweise. Bei der Wahl des Verfahrens spielt die Erneuerung der Straßendecke durch die Stadt Nordhausen eine wesentliche Rolle, so dass sich der Stadtentwässerungsbetrieb überwiegend für eine Erneuerung der Entwässerungsanlagen in offener Bauweise entschieden hat.

Die Sanierungsarbeiten in geschlossener Bauweise wurden von der Firma Aarsleff Rohrsanierung GmbH aus Geschwenda ausgeführt und sind inzwischen abgeschlossen. Die Kanalarbeiten in offener Bauweise wurden zusammen mit der Sanierung bzw. Erneuerung der Straßenoberfläche ausgeschrieben und an die Firma Henning aus Urbach vergeben.

Ende August sollte die Baumaßnahme beendet sein. Aufgrund einiger Verzögerungen verschiebt sich jedoch das Bauende. „Gründe für die Verzögerung des Bauendes sind der nicht ausreichend tragfähige Boden im Bereich der Rohrgrabensohle, d. h. die für eine normgerechte Kanalverlegung erforderliche Tragfähigkeit des Untergrundes war nicht gegeben. Es musste ein umfangreicher Bodenaustausch unterhalb der geplanten Rohrgrabensohle vorgenommen werden. Weiterhin wurden bei der Analyse des ausgehobenen Bodens die für einen Wiedereinbau zulässigen Schadstoffgrenzwerte überschritten, so dass der ursprünglich beabsichtigte Wiedereinbau im Bereich des Rohrgrabens nicht möglich war. Bis zur Klärung der Problematik musste der Boden im Baustellenbereich zwischengelagert werden, was den Baufortschritt außerdem behindert hat“, erklärt Froitzheim und nennt damit nur einige Gründe.

Weitere Gründe sind außerdem, dass der Verlauf und Zustand der Grundstücksanschlussleitungen im Vorfeld nicht ermittelt werden konnte, weil keinerlei Revisionsmöglichkeit vorhanden ist. Auch wurden seinerzeit die vorhandenen Leitungen im Baubereich vielfach großzügig in Beton eingebettet und mussten von Hand aufgestemmt werden.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich in der ersten Septemberwoche beendet sein. 

Der Stadtentwässerungsbetrieb und die Stadt Nordhausen bitten alle Anlieger sowie Bürgerinnen und Bürger um Verständnis.

Grabenlose Kanalsanierung an einer Hauptverkehrsstrecke in Nordhausen (27.09.2016)

In Nordhausen wurde im Frühjahr 2016 ein Schmutzwasserhauptsammler auf einer Länge von etwa 360 m grabenlos saniert. Der stark geschädigte Hauptsammler DN 350 und DN 400 bestand aus Steinzeugrohren und verläuft teilweise entlang einer der Hauptverkehrs-strecken in der Kreisstadt Nordhausen im Norden Thüringens. Hierbei handelt es sich um die Bundesstraße B4 kurz vor dem Ortsausgang von Nordhausen in Richtung Erfurt.

Aufgrund der beschriebenen, verkehrstechnischen Lage und der hohen zu erwartenden Kosten bei der herkömmlichen Erneuerung in der offenen Bauweise, hat sich der Stadtentwässerungsbetrieb Nordhausen als Auftraggeber für eine grabenlose Sanierung dieses Kanals entschieden. Da der Kanal nicht nur teilweise entlang der Bundesstraße verläuft, sondern hier auch noch innerhalb einer Eisenbahnunterführung die Hauptbahntrasse der Stadt Nordhausen kreuzt, wurde nach einer Wirtschaftlichkeitsprüfung vom planenden Ingenieurbüro Hydro-Ingenieure aus Nordhausen der Einsatz des TIP- und Berstverfahrens vorgeschlagen. Neben den geringen Baukosten im Vergleich zur offenen Bauweise waren die Entscheidungskriterien für den Einsatz dieser Verfahren auch technisch begründet. Ebenfalls kann bei der Sanierung im Berst- und TIP-Verfahren aus technischen Gesichtspunkten mit der gleichen Lebensdauer des neuen Kanals wie bei der Erneuerung des Kanals in offener Bauweise gerechnet werden.

Wichtig für eine erfolgreiche, grabenlose Kanalsanierung ist neben der genauen Planung und der Bauausführung durch ein qualifiziertes Unternehmen auch der Einsatz geeigneter Neurohre. In diesem Fall wurden DIBt zugelassene und fremdüberwachte Concept-HL Vortriebsrohre aus PP-HM der Firma Karl Schöngen KG aus Salzgitter eingesetzt. Den Auftrag für die Durchführung der Arbeiten erhielt die Firma Diringer & Scheidel Bauunternehmung GmbH & Co. KG, Niederlassung Dessau. Diese Firma aus der Diringer & Scheidel Unternehmensgruppe verfügt über eine langjährige Erfahrung bei der grabenlosen Kanalsanierung im Berst- und TIP-Verfahren. Beim TIP-Verfahren wird eine sogenannte Kalibrierhülse mit minimal kleinerem Außendurchmesser als der Innendurchmesser des vorhandenen Kanals durch den vorhandenen Kanal gezogen oder geschoben. Direkt an dieser Kalibrierhülse angekoppelt werden die Neurohre als einzelne Rohrmodule oder als verschweißter Rohrstrang eng anliegend (Tight-In-Pipe) in den vorhandenen Kanal eingebracht. Der Außendurchmesser der Neurohre ist hierbei ebenfalls nur geringfügig kleiner als der Innendurchmesser des vorhandenen Kanals und der minimale Ringspalt zum vorhandenen Kanal muss nicht verdämmt werden. Beim TIP-Verfahren wird der vorhandene Kanal nicht zerstört; an vorhandenen Muffenversätzen und Verformungen wird er durch das Durchlaufen der Kalibrierhülse jedoch wieder in seine ursprüngliche Form zurück gebracht.

 

Bild1: Funktionsweise TIP-Verfahren

In Gegensatz hierzu wird beim Berstverfahren der vorhandene Kanal aufgeweitet, die Bruchstücke radial in das umgebende Erdreich verdrängt und Neurohre mit gleicher oder größerer Abmessung eingebracht.

Die Sanierung des insgesamt etwa 360 m langen Bereiches eines Hauptsammlers in Nordhausen erfolgte in drei Abschnitten. Der erste Sanierungsabschnitt mit einer Länge von ca. 180 Metern erstreckte sich über drei Haltungen und verlief von der Straße der Einheit auf die Bundesstraße B 4 bis kurz vor einer Eisenbahnunterführung. Hier wurde ein aus 12 m langen PP-HM Rohren vorgeschweißter Rohrstrang in den vorhandenen Kanalabschnitt eingezogen. Dabei muss besonders erwähnt werden, dass der vorhandene Kanal auf den ersten 75 m dieser Teilstrecke nur über einen Innendurchmesser von 350 mm (DN 350) verfügte. In diesem Bereich musste der Kanal aufgeweitet und die Bruchstücke radial in das umgebende Erdreich verdrängt werden, um den neuen PP-HM Rohrstrang mit einem Außendurchmesser von 392 mm einziehen zu können. Im weiteren Verlauf dieser Sanierungsstrecke verfügte der vorhandene Kanal dann über einen Innendurchmesser von 400 mm (DN 400) und wurde beim Einzug des neuen Rohrstranges nicht aufgeweitet. Somit wurde innerhalb dieses Sanierungsabschnittes gleichzeitig das Berst- und das TIP-Verfahren eingesetzt, und dies an einem Stück über eine beachtliche Sanierungslänge von 180 Metern!

Bild 2: Einzug des 180 m langen Rohrstanges

      

Bild 3: Einzug des 120 m langen Rohrstranges

Beim zweiten Abschnitt handelte es sich um eine ca. 120 m lange Teilstrecke im Bereich dieser vorgenannten Eisenbahnunterführung entlang der Bundesstraße B4. Hier wurde wieder ein vorgeschweißter Rohrstrang mit einem Außendurchmesser von 392 mm in einem Stück in den vorhandenen Kanal DN 400 eingezogen. Dabei musste die stark befahrene Bundesstraße trotz der engen Platzverhältnisse in der Unterführung nicht gesperrt werden! Es wurde lediglich eine halbseitige Sperrung für die Arbeiten am durchfahrenen Zwischenschacht erforderlich.

Der letzte Sanierungsabschnitt befand sich ebenfalls an der Bundesstraße B4. Zwischen diesem und dem vorhergehenden Abschnitt befand sich jedoch eine bereits sanierte Haltung, welche die Bundesstraße kreuzt. Hier wurden die Neurohre auf einer Länge von etwa 60 Metern aus einem vorhandenen Schachtbauwerk DN 1000 heraus eingebaut. Es wurden ebenfalls Rohrmodule mit einem Außendurchmesser von 392 mm verwendet. Allerdings wurden hier keine Rohre mit glatten Enden zu einem Rohrstrang verschweißt und eingezogen, sondern einzelne Rohrmodule mit einer wandintegrierten Verbindung diskontinuierlich eingebaut. Die Gesamtlänge der Rohrmodule betrug jeweils 0,6 m. Für die Maschinentechnik zum Einziehen der Kalibrierung mit den angekoppelten Rohrmodulen, war eine kleine Baugrube am Ende dieser Haltung erforderlich.

 

Bild 4: verwendete Kurzrohre mit in der Rohrwand integrierter Verbindung Typ MV

Die gesamte Bauzeit dieser Maßnahme betrug etwa 12 Wochen. Dies wäre in der offenen Bauweise, bei den beschriebenen schwierigen Randbedingungen und einer Tiefenlage des Kanals von etwa 4 bis 5 Metern unter der Geländeoberkannte nicht möglich gewesen, zumal auch noch 3 Schachtbauwerke DN 1000 erneuert sowie 4 vorhandene Bauwerke saniert wurden. Durch den Einsatz moderner, grabenloser Einbauverfahren und spezieller Neurohre aus Kunststoff konnte bei dieser Kanalsanierungsmaßnahme der geschädigte Kanalabschnitt innerhalb kurzer Zeit wirtschaftlich, nachhaltig und ökologisch sinnvoll saniert werden.